Emmanuel Gilgen und Patrick von Briel im Kurzinterview

Emmanuel Gilgen und Patrick von Briel im Kurzinterview

Euch beiden kommen im Thermoplan «unique»-IPD-Projekt Schlüsselrollen zu. Dir, Emmanuel, als Teil des Management-Teams und Vertreter des Executive-Teams. Dir, Patrick, als Leiter Gebäudetechnik.

IPD-Erfahrungen aus erster Hand

Was nehmt ihr aus der GV mit?
Emmanuel: Einmal mehr das Vertrauen, das die Bauherrschaft in uns alle hat, und die davon ausgehende positive Stimmung.
Patrick: Dass sich in diesem Projekt Bauherrschaft, Handwerk, Planer*innen und Nutzer*innen wirklich auf Augenhöhe begegnen, um etwas Aussergewöhnliches zu realisieren.

Ein*e Auftraggeber*in kommt zu euch und sagt, wir wollen IPD machen. Was antwortet ihr?
Patrick: Warum bist du bereit, den ausgetrampelten SIA-Weg zu verlassen und wenig bekanntes Terrain zu beschreiten? Bist du dir bewusst, dass du damit in der Schweiz Pionierarbeit leistest?
Emmanuel: Bist du bereit, die am Projekt Beteiligten als Partner auf Augenhöhe anzuerkennen und ihnen zu vertrauen? Mit anderen Worten: Wie ist dein eigenes Mindset, wie kompatibel sind deine Kultur, deine Werte?

Welches sind die Schlüsselerkenntnisse aus dem ersten Jahr IPD für den innovativen Auftraggeber Thermoplan?
Emmanuel: IPD bedingt Transformation und ist deshalb harte Knochenarbeit. Es ist deshalb ein Kulturthema, dem auf ganzer Ebene Aufmerksamkeit zukommen muss. Die Projektkommunikation ist von essenzieller Bedeutung.
Patrick: IPD steht nicht für eine vereinfachte Planung. Dennoch gibt es Effizienz-Fortschritte und der regelmässige Austausch mit den ausführenden Unternehmern erhöht die Qualität und stellt die «Baubarkeit» sicher.

Erlebt ihr einen Paradigmenwechsel in eurer Arbeit oder ist es mehr Business as usual?
Patrick: Es ist definitiv nicht Business as usual. Zum Beispiel machen sich gerade die Gebäudetechnik-Unternehmen und wir als Planer Gedanken darüber, wie das Tragsystem am effizientesten gemeinsam realisiert werden kann. Das über ein halbes Jahr, bevor die erste Trasse verlegt wird.
Emmanuel: Ja, definitiv. Es ist keine Seltenheit, dass wir Aussagen hören wie diese von einem beteiligten Unternehmer: «Ich bin immer wieder geflasht von diesem Projekt. Diese Art der Zusammenarbeit macht glücklich und sie bereichert.»

Ganz kurz. Ist IPD die Zukunft?
Emmanuel: IPD ist auch ein Modebegriff, der einmal «ausgelutscht» sein könnte. Doch die Werte, für die IPD im Thermoplan-Projekt steht, sie überdauern. Es geht um Grundlegendes wie Vertrauen und Wertschätzung. Deshalb ja, der «IPD-Geist» ist die Zukunft.
Patrick: Ich glaube nicht, dass IPD DIE Zukunft ist. IPD zeigt schonungslos auf, was heute in der Zusammenarbeit oftmals falsch läuft. Ich hoffe eher, dass in Zukunft jede Bauherrschaft aus 2 bis 3 Modellen ihr präferiertes auswählen kann. IPD wird den Innovativen vorbehalten sein, die hohen Wert auf Qualität und Geschwindigkeit in der Realisierung legen.

Kontakt:

Projektwebsite: Link

Wir nutzen Cookies, um unsere Webseite nutzerfreundlich zu gestalten und zu verbessern. Durch den weiteren Besuch der Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutz