Investitionssicherheit

Investitionssicherheit

Bei Investitionssicherheit geht es um das Mass an Vertrauen und Gewissheit, das Investor*innen hinsichtlich der Stabilität und Sicherheit ihrer Kapitalanlagen sowie der damit verbundenen Erwartungen haben. «Investitionen» bleiben das Schmiermittel im Getriebe des Wirtschaftens. «Sicherheit», die andere Dimension, hat sich in der Wahrnehmung massiv gewandelt. Was bedeutet das für Planende?

Fokus auf das Beeinflussbare

Der Wunsch nach Sicherheit im Kontext der Bau- und Planungsbranche wird oft mit dem «Dreiklang» aus KostenTerminen und Qualität assoziiert. Dieser Anspruch von Auftraggebenden ist unverändert und zeitlos; die Erfolgsbeurteilung findet eher zeitnah statt. Das ist die eine, eher kurzfristige Seite der Medaille.

Wie erreicht man Investitionssicherheit? Im Engineering sind folgende drei Bereiche beeinflussbar: Erstens die Risikosensibilität, sie nimmt Risiken im eigenen Einflussbereich vorweg, die die Investitionsziele gefährden könnten. Zweitens die Anpassungsfähigkeit – das Vermögen, als Kollektiv im Umsetzungsprozess auf unvorhergesehene Entwicklungen zu reagieren. Drittens die proaktive Planung, sie antizipiert langfristige Entwicklungen. Es gilt, Szenarien der Zukunft bestmöglich vorwegzunehmen, um Auswirkungen auf die Investitionen zu mildern.

Analyse, Verständnis und Bewertung von Situationen sind dafür zentral. Ebenso, dass wir auf Anforderungen nach Flexibilität mit einer zukunftsfähigen Planung und entsprechenden Prozessen reagieren. Dabei unterstützen uns neue Technologien. Der Schlüssel liegt bei der Kommunikation und den Menschen; bei jenen Stakeholdern, die sich das Ziel vorstellen und gemeinsam darauf hinarbeiten.

Die langfristige Perspektive, die andere Seite der Medaille, beruht auf Investitions-Erfolgs-Parametern in der Zukunft. Um sich dem Ideal anzunähern, müssen Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden, die mögliche Entwicklungen abdecken. Wie gut das gelingt, das haben wir in der Hand. Zu oft noch prägen stattdessen Herausforderungen und Probleme die Branche; sie nehmen zu viel Raum ein.

Investitionssicherheit dagegen schafft idealerweise eine Form von «Resilienz», die wir für die Planungs- und Realisierungszeit nutzen. Im klugen Miteinander und entsprechenden Prozessen entsteht Raum für gutes Engineering: eine Planung, die Zukunft mit ihren wesentlichen Parametern antizipiert und in Lösungen überführt. Sicherheit als Wert ist dabei kein absoluter Anspruch, sondern ein Ziel.

Denn ausserhalb der direkten Einflussgrössen wirken Faktoren wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen oder wirtschaftliche und technologische Gegebenheiten oftmals indirekt mit immenser Intensität.

Investitionssicherheit fordert deshalb den Fokus auf das Beeinflussbare: auf den Planungs- und Realisierungsprozess, um Raum für Kreativität und Innovation zu schaffen. Es geht um die Gestaltung der Zukunft, nicht nur um deren Bewältigung. Die Glaskugel liegt ausserhalb der Gewissheit. Das Streben nach zukunftsfähigen Lösungen haben wir aber in der Hand, wir schulden es unseren Auftraggebenden.

Von Christoph Wey, Leiter Kommunikation HHM Gruppe

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